Philosophieren

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Hope

Philosophieren

Beitragvon Hope » Sa 21. Sep 2013, 10:21

Hallo zusammen!

Bei mir gab es schon mehrfach die Überlegung ich sei hochbegabt.
Testen lassen hab ich das aber nie, weil ich nicht denke dass ein Testergebnis mein Leben beeinflussen würde und ich daher keinen Sinn darin erkenne mich testen zu lassen.

Aber ich würde von euch gern wissen, ob es auch an der eventuellen Hochbegabung liegt, dass ich den Austausch mit manchen Menschen so enttäuschend finde. Mit den allermeisten Menschen kann man keine gedanklich tiefergehenden Gespräche führen, nicht philosophieren und manchen fehlen beim Diskutieren einfach die Worte, auf die Schnelle.

Nach all diesen Dingen hab ich eine Sehnsucht aber komme mir immer so vor, als wäre ich der einzige Mensch, der daran überhaupt Interesse findet.

Hope

7of9
Beiträge: 36
Registriert: Di 5. Feb 2013, 23:14

Re: Philosophieren

Beitragvon 7of9 » So 22. Sep 2013, 11:15

Hallo Hope,

es bestand für mich selbst ab 2007 der Verdacht, dass ich betroffen sein könnte.

Ich ließ mich aber nicht testen, weil ich ich dachte

a) es bringt mir nichts
b) dass ich den Test sowieso nicht schaffe.

Allerdings gab es dann Umstände, die mich doch umstimmten und einen Test
machen ließen.

Was letztlich interessanter als der IQ-Wert war, waren die Ergebnisse aus den einzelnen
Test-Bereichen, die für mich sehr aufschlussreich waren und mir jetzt dabei helfen,
einiges gelassener zu sehen.

7of9
WIDERSTAND IST ZWECKLOS

Hope

Re: Philosophieren

Beitragvon Hope » Fr 27. Sep 2013, 19:43

Danke für deine Antwort 7of9!

Kann mir hier auch noch jemand verraten, ob dieses Interesse, dass ich an Diskussion und Philosophie habe normal ist oder von der möglichen Hochbegabung herrührt?

Burkhard

Re: Philosophieren

Beitragvon Burkhard » So 23. Feb 2014, 20:33

Hallo meine Lieben,

ich kenne auch das Gefühl, mich nicht "normal" unterhalten zu können, weil meine Gegenüber einfach nicht mitkommen oder eher keine Lust haben.
Mit meinen Arbeitskollegen kann ich auch nicht philosophieren, spätestens nach 1min30 fangen die an, rumzukaspern.
Auch ich habe erst vor kurzem meine Intelligenz bei mehreren Onlineintelligenztests testen lassen. Dass ich regelmäßig über 130Punkte erreicht habe, hat mich doch sehr erstaunt.
Das erklärt aber auch einiges in meinem Leben, vor allem auch, dass ich oft Menschen begegnet bin, mit denen ich mich (für mein Verständnis) "normal" unterhalten kann.
Ich habe mich von den "normalen Menschen" eher zurückgezogen, dafür habe ich mein Glück mit denen versucht, die auch oft außen vor und alleine sind.
Zum Glück habe ich jetzt zwei Freundinnen, die hochbegabt sind.
Die eine kenne ich schon länger aus einem Internetforum, wir haben zusammengefunden, weil wir beide ähnliche Probleme haben und wir gut miteinander schreiben können.
Von ihrer Hochbegabung hat sie erst vor kurzem geschrieben, als ich meine Testergebnisse mit ihr geteilt habe.
Die andere kennen wir schon fast zwei Jahre, aber erst über Weihnachten sind wir befreundet, und sie war es, die mich darauf angesprochen hat, dass ich möglicherweise hochbegabt bin.
Meine erste Reaktion war erst mal:"nein, ich habe keine Hochbegabung, ich war in der Schule doch eher Mittelmaß"
Naja, das war wohl auch, weil ich als Jugendlicher gemobbt wurde, obwohl ich doch versucht habe, mich "anzupassen", wie es meine Mutter nannte.

Liebe Grüße

Burkhard

Burkhard

Re: Philosophieren

Beitragvon Burkhard » So 23. Feb 2014, 20:35

Burkhard hat geschrieben:Das erklärt aber auch einiges in meinem Leben, vor allem auch, dass ich oft Menschen begegnet bin, mit denen ich mich (für mein Verständnis) "normal" unterhalten kann.

Ich meinte natürlich "mich _nicht_ normal unterhalten kann."

Wüstendelfin

Re: Philosophieren

Beitragvon Wüstendelfin » Mo 1. Sep 2014, 17:41

Hallo,
der letzte Eintrag ist zwar schon länger her... aber ich fühle mich sehr angesprochen. Jemanden zu finden, der in die Tiefe eines Gespräches mitgehen kann... Philosophie nicht als Rumschwaffellei versteht und auchzu einem anderen Thema problemlos rüberhüpfen kann... Außer meiner Tochter kenn ich keinen, der Lust hat mitzuhalten.Das macht sehr einsam. Philosophie als Lebensleitung ist mir sehr wichtig geworden.Mich mit der Lust am Leben zu beschäftigen,ist mir erst seit kurzem möglich.Nach langer, schwerer Depression, wird mir erst nach und nach klar was meinem Leben fehlt. Ich halte mich auch ehr für hochsensetiv/sensibel, als für hochbegabt. Testen lassen habe ich mich nie,bin bis jetzt auch nicht auf die Idee gekommen, daß das was Andere als eingebildet und komisch empfinden, einfach nur außergewöhnlich normal sein könnte.In vielem was ich bis jetzt gelesen habe, kann ich mich wiederfinden, vermischt mit einer tiefen Sehnsucht nach Verständnis.


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