Hochbegabung?

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Robert

Hochbegabung?

Beitragvon Robert » Mo 18. Feb 2013, 11:42

Ich schaue mich gerade hier um und stelle mir wie schon so oft in der Vergangenheit die Frage was ist eigentlich Hochbegabung?
Bin ich hochbgeabt weil ich einen IQ von xy habe?
Oder auch wenn mein IQ etwas kleiner ist als diese 130?
Wo ist die Grenze? Wer setzt sie? Ich fühle mich oft so anders als andere.
Was kann ich tun? Ich meine jetzt auch hier in so einem Forum.

Martina Gueth
Administrator
Beiträge: 76
Registriert: So 3. Feb 2013, 07:30

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Martina Gueth » Mo 18. Feb 2013, 12:13

Im Forum kannst du dich am besten beteiligen indem du dich aktiv mit anderen austauschst.
Was den IQ Begriff angeht ist und bleibt dieser umstritten.
Ich habe gerade einen Link zu einerm Artikel der science.orf.at eingestellt, der sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzt.
Wie sagen die Psychologen? "Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst."

Lila Brause
Beiträge: 4
Registriert: So 17. Feb 2013, 14:07

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Lila Brause » Di 19. Feb 2013, 11:18

Hallo Robert, darf ich mal fragen ob du getestet bist?
MfG Lila

7of9
Beiträge: 36
Registriert: Di 5. Feb 2013, 23:14

Re: Hochbegabung?

Beitragvon 7of9 » Mi 20. Feb 2013, 20:19

Hallo Robert und willkommen auch von mir.

Nach meiner Ansicht kann man keine wirklich festzementierte Punkte-Grenze ziehen, ab der man sagen kann, ab dem Wert ist man hochbegabt oder nicht. Ich denke, die Grenzen sind individuell und fließend.

Savants z.B. können durchaus geistig behindert sein und würden bei jedem IQ-Test durchrasseln,
aber sind dennoch in der Lage in einem Bereich gerade zu geniale Leistungen erzielen
(siehe z.B: Kim Peek)

Auch bei bei IQ-Werten von 120 können z.B. schon Anzeichen von Hochbegabung
mehr oder weniger stark vorliegen.

Die magische "Grenze" von 130 IQ ist z.B: erforderlich, um bei Mensa aufgenommen zu werden und wird wohl
allgemein als Wert angesehen, ab dem man sicher von Hochbegabung ausgehen kann.

Man kann jedoch letztlich wohl kaum einen Unterschied feststellen zwischen jemandem mit einem IQ von 130
oder jemandem mit einem IQ von 129 / 128 / 127 ?
WIDERSTAND IST ZWECKLOS

Jade
Beiträge: 4
Registriert: So 3. Feb 2013, 07:48

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Jade » So 3. Mär 2013, 11:39

7of9, ja die Grenze ist so willkürlich und egal ob ich nun höher liege oder nicht, was macht das schon aus?
Diese Zahl hat zumindest in meinem Leben gar nichts verändert.
Aber vielleicht geht es anderen ja anders.

Neu

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Neu » Sa 9. Mär 2013, 01:40

Hallo :) ,

schaue auch gerade zum ersten Mal rein. Am Dienstag war ich wegen Berufsbratung bei einer Pychologin, weil ich da absolut ratlos bin. Da wurde auch der IQ (über 130, genauer nicht messbar) und verschiedene Begabungen getestet (weit gestreut), einen ausführlichen Bericht bekomme ich noch. Dort bekam ich auch den Link zu diesem Forum.
Ich verstehe jetzt, warum andere anders und manchmal komisch sind, finde das natürlich alles interessant.
Klaudia hat geschrieben:Ich persönlich denke viel und gerne nach. Ich hinterfrage gerne Sachen, Konzepte, Theorien. Ich bin einfach so. Mir macht das Spaß, das Denken und Überlegen. Andere Leute haben zu sowas garkeine Lust oder finden es anstrengend.

das kenne ich, man fragt gerade, warum etwas so ist, weil es nicht nachvollziehbar erscheint und schon reagiert das Gegenüber genervt :cry: .

schoko

hey!

Beitragvon schoko » Mo 11. Mär 2013, 13:23

Hallo :-)

Bei mir wurde kürzlich ein test gemacht, und festgestellt, das mein iq über 130 ist. (genaueres erfahre ich erst im april bei einem anderen test)
Mir hat man über 10 jahre lang erzählt das ich borderline hätte, das nun wiederlegt worden. (ich hab da selber nie dran geglauibt :-) )
Ich hatte nie einen freundeskreis mit mehr als 3 freunden gleichzeitig, gehalten habe ich auch nur einen/eine. Ich mache mir immer einen viel zu großen kopf um alles, ich denke zu viel. Ich versetze mich oft selber in totale unruhe. ich koche etwas, tue muskatnuss rein und denke dann 2 stunden darüber nach, ob ich einen schock davon bekommen könnte :-D Mein größtes problem ist, das ich sehr oft von anderen (meinem freund /meiner tochter/meiner familie) viel zu viel erwarte :-(
ich bin 24 jahre alt und hole grade mein abitur über die sgd nach.
nun suche ich nach leuten, denen es ähnlich geht, ich fühle mich wie ein alien :-(

lg
schoko

Neu

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Neu » Mo 11. Mär 2013, 20:07

Hey, schoko,

das mit den Freunden kenne ich. Ich habe zwei Freunde, dafür den einen schon seit 10 jahren (der beste Freund, den man überhaupt haben kann für mich, weil mir extrem ähnlich in allem einfach) und einen, den ich erts ein paar Jahre kenne, auch ehr der ruhige, zurückgezogene Typ.
Ich komme jetzt ins 4. Unisemester und habe es dort zwar schon geschafft, Bekanntschaften zu schließen, aber trotz meiner Aufforderung habn sie sich nie gemeldet außerhalb der Unterrichtszeit, wenn ich sie eh gesehen habe. Bis auf eine, die nachts mit mir an der Uni Party feiern wollte, wenn ich um 8 Uhr wieder Uni habe am nächsten Tag :shock: . Nach meiner-durchaus höflichen und begründeten-Absage: Nie wieder etwas von ihr gehört.

Neu hat geschrieben:Mir hat man über 10 jahre lang erzählt das ich borderline hätte, das nun wiederlegt worden.


Meine Mutter erzählt mir seit Jahren, ich sei Autist, weil ich so autistische Züge an mir hätte. Jetzt lässt sie mich in Ruhe :D .

Übers Internet (Tierforum) kann ich mich gut austauschen, dort scheinen die Leute einfach ruhiger und das Gute ist, dass ein Grundthema vorhanden ist.
Ansonsten habe ich eben Bekannte (wobei ichd a auch ein paar schon seit 3 Jahren kenne) über ein Onlinespiel kennen gelernt, aber mehr als Blödsinn reden geht da kaum, man merkt, dass die Leute schnell abblocken, wenn man mal versucht, etwas wirklich zu begründen-aber das ist in der Realität nicht anders.

Neulich hatten wir es in Germanistik von Karl dem Großen, der als Held besungen wird in den mittelalterlichen Dichtungen und die Professorin wollte uns zeigen, dass das paradox ist, da er alle Heiden töten lässt, die sich nicht bekehren, anstatt sie in Ruhe zu lassen. Da habe ich mich gemeldet und gesagt, dass das so nicht stimmt, denn wenn er überzeugt ist (und in dem Buch "Rolandslied" ist es Tatsache), dass nur in den Himmel kommt, wer Christ ist, dann ist es seine Pflicht und eine gute tat, die Menschen vor der Verdammnis retten zu wollen und sie nicht im Heidentum zu lassen. Habe ihr das eben so ausgeführt, da hat sie gar nichts mehr zu gesagt und das Thema abgewürgt :( . Wurde gerade interessant, echt schade.

lenilee

Re: Hochbegabung?

Beitragvon lenilee » So 26. Mai 2013, 21:07

Hallo alle miteinander,

ich kann gut nachvollziehen was ihr schreibt.Mir geht es genauso oder ähnlich.
Meine Frage ist nur, ich weiß nicht was ich tun soll um mich besser zu fühlen? Ich habe die Menschen in meinem Umfeld jetzt viele Jahre beobachtet und studiert, so dass ich weiß wie man sich verhalten muss um nicht als "Klugscheißer" oder "Besserwisser" zu gelten. Trotzdem bin ich unglücklich weil niemand so denkt wie ich und sich für verschiedenste Themen wie Politik, Forschung, Biologie, Wirtschaft...etc. interessiert. Damit ich nicht alle Bekannten in meinem Freundeskreis vergraule, erzähle ich schon garnicht mehr was ich alles in meiner Freizeit mache. Ich bin Mutter einer fast 2-jährigen Tochter, gehe voll arbeiten als Architektin in der Bauleitung, bin Vorsitzende im Betriebsrat, baue unser Haus mit meinem Mann aus und um mich geistig auszulasten studiere ich an einer Fernuni. Ich bin so traurig, weil ich das nur meiner Mutter alles erzählen kann, da Sie genauso "tickt" wie ich. Wie geht ihr mit eurer Hb um und seit ihr auch manchmal traurig weil ihr euch so anders und unverstanden fühlt?
Freu mich über viele Erfahrungsberichte.
Lg

Martina Gueth
Administrator
Beiträge: 76
Registriert: So 3. Feb 2013, 07:30

Re: Hochbegabung?

Beitragvon Martina Gueth » Mo 27. Mai 2013, 10:38

Hallo lenilee und herzlich Willkommen.

Du fühlst dich unglücklich, weil niemand so ähnlich tickt wie du. Das kann man nachvollziehen. Ich glaube die meisten Menschen brauchen dieses Gefühl, dass es andere gibt, die auf der gleichen Welle schwimmen, sonst fühlen sie sich einsam.
Denk mal nach... gibt es wirklich niemanden? Vielleicht bist du doch schon hin und wieder jemandem begegnet, der ähnlich tickt. Wie war der Kontakt da? Kannst du ihn wieder herstellen?
Wie wäre es für dich, wenn du annehmen könntest, dass es Menschen gibt, die dich für einen "Klugscheißer" oder "Besserwisser" halten? Die haben das Problem und nicht du. Klingt komisch, aber zu akzeptieren, dass es immer Leute im Umfeld geben wird, die einen falsch beurteilen, hilft enorm.
Sich zu verbiegen, damit andere Menschen einen mögen macht immer irgendwie traurig. Und solange wir uns nicht so zeigen wie wir sind, werden wir auch nicht den Menschen begegnen, die uns genau so spiegeln.

Das ist wirklich ein sehr komplexes Thema und schau einfach mal, ob du mit meinen Impulsen etwas anfangen kannst.
Viele Grüße,
Martina


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